27.05.2026 Forschungscampus

Deutschlands Innovationsmaschinenräume auf der re:publica 2026

Forschungscampi, Zukunftscluster und Spitzencluster haben sich vom 18. bis 20. Mai auf der re:publica in Berlin präsentiert. Das war die erste gemeinsame Aktivität von 21 Innovationsökosystemen.

gemeinsamer Bühnenauftritt der Initiativen
© Christian Klaus

Zum ersten Mal gab es bei der re:publica 2026 einen gemeinsamen Auftritt von 21 Forschungscampi, Zukunfts- und Spitzenclustern. Ziel war es, sichtbar zu machen, wie Innovationen in Deutschland – gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt – konkret entstehen: durch vernetzte Innovationsökosysteme, die Wissenschaft, etablierte Wirtschaftsunternehmen, Start-ups, Politik und Gesellschaft zusammenbringen.

Im Mittelpunkt stand die Botschaft: Deutschlands Innovationskraft existiert– sie bleibt nur häufig unsichtbar. Die beteiligten Cluster und Forschungscampi zeigten auf der re:publica, wie aus wissenschaftlicher Exzellenz konkrete gesellschaftliche Anwendungen entstehen: von neuen Therapieansätzen und Frauengesundheit über Wasserstofftechnologien, Quantensensorik und energieeffiziente KI bis hin zu nachhaltiger Mobilität und maritimen Zukunftstechnologien.

Der Gemeinschaftsstand entwickelte sich über die drei Veranstaltungstage hinweg zu einem zentralen Treffpunkt für Austausch, Vernetzung und Diskussionen rund um die Zukunft des Innovationsstandorts Deutschland. Besucherinnen und Besucher erhielten Einblicke in konkrete Projekte, Transfergeschichten und regionale Innovationsstrategien aus ganz Deutschland. Besonders deutlich wurde dabei die enorme thematische Bandbreite der beteiligten Cluster und Forschungscampi. Gerade diese Vielfalt machte den gemeinsamen Auftritt besonders wirkungsvoll und zeigte, wie breit die Zukunftsthemen in Deutschlands Innovationsökosystemen inzwischen aufgestellt sind.

Bühnenauftritt zeigt Stärken der Innovationsökosysteme

Ein Höhepunkt des gemeinsamen Auftritts war die Session „Der Innovations-Maschinenraum Deutschlands: 11 Pioniere live auf einer Bühne“ am 19. Mai auf der Stage 3 der re:publica. Eröffnet wurde die Bühne von Dr. Alexandra-Gwyn Paetz, Abteilungsleiterin Technologische Souveränität & Innovation am BMFTR. Sie hob die Bedeutung regionaler Innovationsökosysteme für den Wohlstand und die technologische Souveränität Deutschlands hervor. In einem bewusst dynamischen Kurzformat präsentierten im Anschluss Vertreterinnen und Vertreter der Innovationsökosysteme konkrete Zukunftsanwendungen und zeigten auf: Deutschland gilt im globalen Wettbewerb oft als zu langsam. Wer genauer hinschaut, sieht jedoch ein hochpräzises Innovationssystem, das neue Ideen nicht nur ankündigt, sondern konsequent in die Umsetzung bringt.

Auch kommunikativ erzeugte der gemeinsame Auftritt hohe Aufmerksamkeit. Zahlreiche Beiträge auf Social-Media-Kanälen griffen das Narrativ des „Innovationsmaschinenraums“ auf und verstärkten die Sichtbarkeit der Initiative weit über die Veranstaltung hinaus. Dabei wurde insbesondere die Rolle der Cluster als „Werkstätten des Wandels“ hervorgehoben – Orte, an denen aus Forschung konkrete Wirkung entsteht. Ergänzend fanden vor Ort Gespräche und Interviews mit Medienvertretungen statt.

Der erstmalige gemeinsame Auftritt auf Europas größter Digital- und Gesellschaftskonferenz hat die Sichtbarkeit der Cluster- und Campus-Initiativen deutlich erhöht und den Innovationsstandort Deutschland als vernetztes, handlungsfähiges Ökosystem präsentiert. Die re:publica 2026 wurde damit nicht nur zur Bühne für technologische Innovationen, sondern auch für ein neues Verständnis von Zusammenarbeit, Transfer und Zukunftsgestaltung in Deutschland.

Für die beteiligten Cluster markiert der gemeinsame Auftritt einen wichtigen Schritt hin zu mehr gesellschaftlicher Sichtbarkeit. Denn während oft über die Innovationsfähigkeit Deutschlands diskutiert wird, zeigte die re:publica vor allem eines: Viele Lösungen entstehen bereits heute – in den Innovationsmaschinenräumen des Landes.

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